Laser-Lift-Off für OLED-Displays

© Foto | Maurizio Pesce (CC BY 2.0, Ausschnitt)

Laserstrahlen lösen empfindliche OLED-Foliendisplays vom Trägerglas. Festkörperlaser sind hierbei besonders schnell und wartungsarm.

Gebogene starre Displays – und künftig frei biegbare – sind im Kommen, besonders für sogenannte Wearables: smarte Geräte, die man am Körper trägt, beispielsweise als Brille oder Armband.

Dazu beschichtet die Elektronikindustrie Trägerglasplatten mit Polyimid; der getrocknete Kunststoff bildet dann das Substrat für das flexible Display. Auf das Polyimid werden nun organische Leuchtdioden (OLEDs) aufgebracht.

Nach den Beschichtungsprozessen soll das flexible Display wieder von der Glasplatte abgelöst werden. Dazu schießt ein Laserstrahl von der Rückseite durch das Trägerglas hindurch auf die Polyimidfolie des Displays. Er heizt die Folie auf, sie verliert die Haftung und löst sich ab. Die empfindlichen OLEDs  bleiben vom Verfahren völlig unberührt.

So geht's: Der Laserstrahl

So geht’s: Der Laserstrahl schießt durch das Glas und heizt die Polymidfolie des Displays auf. Sie verliert die Haftung und löst sich. Illustration | TRUMPF

 

Hocheffizienter Festkörperlaser

TruMicro Serie 7000

Die Kurzpulslaser der TruMicro Serie 7000 bieten in der Mikrobearbeitung höchste Produktivität mit einer mittleren Leistung von bis zu 750 Watt. Abhängig von der Wellenlänge können Pulslängen von 30 bis 300 Nanosekunden genutzt werden.

TRUMPF hat für diesem Prozess ein Verfahren mit dem Festkörperlaser TruMicro 7370 entwickelt. Anders als die für diese Anwendung bislang üblichen Excimer-Laser ist diese Strahlquelle sehr wartungsarm, erhöht die verfügbare Betriebszeit und senkt damit Produktionskosten. Die sehr kurzen Pulse machen den Prozess hocheffizient, denn ein einzelner Puls kann eine größere Fläche bearbeiten.

Der TruMicro 7370 arbeitet extrem präzise und prozesssicher. Dafür sorgt unter anderem die hohe Stabilität der Pulsenergie sowie der zeitlichen Pulsabfolge. Beides gewährleistet TRUMPF mit einer speziellen Puls-Synchronisierungstechnik. Die eingebaute Regelung bringt zusätzliche Stabilität in den gesamten Anwendungsprozess.

Ansprechpartner bei TRUMPF

Christof Siebert
Leiter Branchenmanagement Mikrobearbeitung
E-Mail: Christof.Siebert@de.trumpf.com
Tel.: +49 7156 303-30116

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